Gedanken

Hin und wieder fließen die Gedanken zum aktuellen Zeitgeschehen, zur regionalen Politik oder zum (oft sinnbefreiten) Alltag. Einen Teil dieser spontanen Einfälle finden sich in dieser Rubrik.



"Und daher wähle ich die AfD!"

(27. April 2017)

Warten beim Frisör. Neben mir zwei Damen, die allein schon von der Optik her den Verdacht aufkommen lassen, dass sie bei Verteilung der Intelligenz gerade auf'm Klo waren. Man schimpft laut (LAUT!) über die Kinderbetreuung.

- "Eine riesige Sauerei, dass die Kita im Sommer zwei Wochen zu hat, und ich trotzdem für den ganzen Monat Geld zahlen muss."

- "Ja, die da oben stecken sich das Geld in die Tasche, wo sie nur können."

Mein Unterbewusstsein lauscht dem Gespräch und fragt sich, ob sich die Erzieherinnen wirklich als "die da oben" fühlen.

- "Wie kann man nur Geld für etwas verlangen, wenn man gar nicht arbeitet?"

Mein Mundwinkel zuckt, ich führe einen inneren Monolog mit mir. Soll ich wieder klugscheißen und die gewagte These aufstellen, dass auch die Erzieherinnen Urlaubsanspruch haben und ggf. während dieser Zeit weiterhin ein Gehalt beziehen? Ich bin kurz davor zu fragen, ob diese schimpfenden Damen denn während ihres Jahresurlaubs auch auf ihr Gehalt verzichten. Dem Gesamterscheinungsbild dieser Situation geschuldet keimt allerdings der Verdacht auf, dass der Begriff "Jahresurlaub" möglicherweise nur zusätzlich verwirrt, da deren gesamte Einkünfte vielleicht - urlaubsunabhängig - von unserem Sozialsystem erbraucht werden.

Während ich - innerlich zerrissen - mit der Entscheidung über eine ungefragte Einmischung in dieses Streitgespräch hadere, bringt plötzlich eine der beiden Ladys das ganze Dilemma auf einen Punkt:

"Und daher - sage ich dir - wähle ich die AfD!"

Gespräch überflüssig.
Es bleibt die Frage, ob die AfD sich über diese Gefolgschaft freut oder sich nicht vielleicht auch ein klein wenig schämt

 
Dresden III

(5. Oktober 2016)

PEGIDA-Demonstranten laufen mit einem Schild mit Goebbels-Zitat durch die Stadt. 2016, in Deutschland, vor der geschichtlich so symbolträchtigen Frauenkirche. Die sächsische Polizei konnte jedoch "eine strafrechtliche Relevanz nicht feststellen" (Zitat DNN). Menschen mit Bannern gegen die AfD wurden dagegen von Polizisten abgedrängt (Quelle: auch DNN). Zitat Markus Ulbig, Innenminister Sachsens: "Ich war im Einsatzgebiet unterwegs und kann nur sagen: Die allermeisten Menschen fanden den Einsatz insgesamt gelungen."

Gelungen!

 
Lehren aus der Vergangenheit verdrängt

(27. Januar 2016, gekürzt veröffentlicht in der Goslarschen Zeitung)

Das Aufkommen selbsternannter Bürgerwehren deutschlandweit ist befremdlich. Gegen den Grundgedanken einer Nachbarschaftswache wäre nichts einzuwenden, aber eine Bürgerwehr ist per Definition was anders. Eine Nachbarschaftswache schreitet bei verdächtigen Vorkommnissen nicht selbst ein, sondern informiert die zuständigen Behörden. Eine Bürgerwehr dagegen nimmt Recht und Ordnung selbst in die Hand, ist viel näher an der Selbstjustiz und - historisch betrachtet - meist bewaffnet.

Offensichtlich verdrängen wir im Eiltempo die Lehren aus unserer Vergangenheit. Denn selbsternannte Ordnungshüter, die durch die Straßen ziehen, bestimmte Bevölkerungsgruppen unter Generalverdacht stellen, sich in die Befugnisse der Polizei einmischen und dies auch noch - erschreckend! - unter dem Beifall (oder der stillen Duldung) anderer "besserer" Deutscher tun - das hatten wir in den 1930er Jahren schon einmal. Nicht zufällig sind während der NS-Zeit Bürgerwehren der Sturmabteilung (SA) der NSDAP angegliedert worden. Später wurde diffamiert, es brannten Geschäfte, Menschen haben Menschen in Lager gesteckt und vergast.

Man sollte meinen, dass sich jeder dieser Geschichte bewusst ist und die erschreckenden Parallelen zu heute erkennt, aber die derzeitigen Entwicklungen lassen längst einen anderen Schluss zu. Sicher ist unsere Flüchtlingskrise ein gewaltiges Problem, und sie wird unsere Gesellschaft radikal verändern. Aber keinesfalls darf diese Episode damit enden, dass wir etwas aus der Vergangenheit heraufbeschwören, von dem man Jahrzehnte lang annehmen durfte, dass dies nie wieder passiert. All jene, die nach einer Bürgerwehr rufen, sollten darüber nachdenken, ob es das ist, was sie wollen.

 
Dresden II

(20. Oktober 2015)

Ich weiß nicht, was schlimmer ist: dass es Schriftsteller Akif Pirinçci tatsächlich gewagt hat, als Pegida-Redner Sätze wie "Es gäbe natürlich auch andere Alternativen, aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb" in die Menge zu brüllen, oder die Tatsache, dass ihn niemand - nicht mal die anwesende Exekutive - dafür von der Bühne holt! Dresden 2015 erinnert an Deutschland in den 1930er Jahren, und das ist sehr besorgniserregend.

 
"Ich hab nichts gegen Ausländer, aber..."

(4. September 2015, veröffentlicht in der Goslarschen Zeitung)

Die Wut frisst einen auf. Ich weiß längst nicht mehr, ob es das Leid der Flüchtenden selbst, der unglaubliche Hass und die Arroganz der Flüchtlingsgegner oder die Unfähigkeit der Politiker ist, was einem zu einem seelischen Krüppel mutieren lässt - vermutlich alles zusammen.

Die Vorstellung, dass Familien mit Kindern den drohenden Tod in Kauf nehmen, nur um in einer besseren Welt leben zu können, die wir als Deutsche als Selbstverständlichkeit gar nicht mehr zu würdigen wissen. Die Einsicht, dass wir 70 Jahre nach Hitler wieder erklären müssen, was einen selbsternannten Nicht-Nazi zu einem Nazi macht, und dafür auch noch blanken logikfreien Hass ernten. Das Wissen, dass Milliarden zur Bankenrettung zur Verfügung stehen, aber nur ein Bruchteil, um Menschenleben zu retten. Dass sich EU-Länder gegenseitig die Verantwortung zuschieben, Politiker sich an schweineteuren Konferenztischen auf Ledersesseln die Ärsche plattdrücken, ohne nennenswerte Resultate, während in Urlaubsorten leblose Kinder angeschwemmt werden.

Es macht einen rasend, wenn jemand mit der "Ich hab nichts gegen Ausländer, aber..."-Tour anfängt und den stets variierten, aber im Kern immer gleichen geistigen Dünnschiss auftischt. Mag sein, dass viele Asylanträge nicht gerechtfertigt sind, aber deshalb Flüchtlinge in Scharen in neu hochgezogene Stacheldraht-Zäune rennen zu lassen ist keine Option! Es sind Menschen, verdammt noch mal!

Verzeiht mir die mangelnde Contenance; sie wäre aber ohnehin fehl am Platz.

 
Name verpflichtet

(20. Juli 2015)

Die drei Pflichtverteidiger von Beate Zschäpe im NSU-Prozess möchten ihr Mandat niederlegen. Sehr ärgerlich für die Neonazi-Täterin. Passendere Anwälte als jene drei namens Sturm, Stahl und Heer bekommt sie wohl nicht wieder.

 
Hunde-Rassismus

(15. Mai 2015)

Wir sind uns einig: dass Menschen allein aufgrund ihrer "Rasse" verurteilt und diskiminiert werden, ist grundsätzlich falsch. Unabhängig davon, ob man Tiere dem Menschen gleichstellen kann: wie soll etwas, was beim Menschen selbstverständlich völlig falsch ist, beim Tier grundsätzlich richtig sein?

Denn die beschlossene Hundesteuer-Satzung beinhaltet das, was Rassismus ausmacht: dass nämlich allein subjektiv angenommene Eigenschaften einer Rasse deren Gleichrangigkeit gegenüber anderen Tieren in Frage stellt - unabhängig von Herkunft, Erziehung oder Umfeld des Tieres. Demgegenüber werden Rassen, die nicht auf dieser Liste stehen, unabhängig ihres tatsächlichen Charakters pauschal niedriger besteuert. Oder anders formuliert: privilegiert behandelt - gleichermaßen eine Ausprägung des Rassismus.

Das Land Niedersachsen hat diesen Irrweg früh erkannt und die Rassenliste aus dem Hundegesetz gestrichen; dass Goslar aus eigenem Antrieb diese Rassen nun wieder an den Pranger stellt, müsste sich doch allein durch eine statistisch erhobene höhere "Beißquote" im Stadtgebiet begründen lassen. Unvorstellbar, dass unsere Stadtvertreter sonst in so großer Mehrheit einem solchen Beschluss zugestimmt hätten. Oder etwa doch?

Apropos Bürgerbeißen: nach eigenen Worten (Facebook-Post vom 27. März) möchte Oberbürgermeister Oliver Junk Hunde "mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit begrenzen". Da stellt sich eine weitere Frage: warum diese deutlich geringere Besteuerung in Vienenburg? Entweder sind die Vienenburger Kampfhunde auf unerklärliche Weise weniger agressiv als ihre Goslarer Hundekollegen, oder der Vienenburger Bürger ist in den Augen des Goslarer Rates vor den gefährlichen Tieren weniger schützenswert ...

 
Dresden I

(13. April 2015)

Heute Abend demonstriert PEGIDA mal wieder in Dresden, diesmal unter der Fahne von Geert Wilders, niederländischer Rechtspopulist und Hobby-Hitler. Dass ist schon mal bemerkenswert, wenn eine angeblich nicht rechtsgerichtete Bewegung ausgerechnet einen neo-rechtsextremen Politiker einlädt.

Noch bemerkenswerter ist jedoch, dass das Verwaltungsgericht Dresden eine Gegenveranstaltung des Bündnisses "Dresden Nazifrei" verboten hat.

 
Krankes Gesundheitssystem

(6. Februar 2015)

- "Klinikum Wolfenbüttel, was kann ich für Sie tun?"
- "Ich habe Fragen zu einer Abrechnung für einen stationären Aufenthalt."
- "Tut mir leid, die zuständige Mitarbeiterin ist im Urlaub, und ihre Vertretung leider krank."
- "Ungünstig. Schließlich erwarten Sie eine Überweisung von uns, die ich vorher klären muss. Sie haben mir eine Privatabrechnung gesch..."
- "Achso, eine Privatrechnung. Moment, ich stelle Sie durch."

Sch... Gesundheitssystem, wie ich finde.

 
Weihnachtsmann vs. Osterhase

(9. Dezember 2014)

Heut' morgen geriet ich in der Kita unseres Sohnes in ein heftiges Streitgespräch einer Gruppe von Vier- bis Fünfjährigen über die Frage, ob es den Weihnachtsmann tatsächlich gäbe.

Die Argumente der Pro-Seite (die Jüngeren) waren knallhart:

- "Wer hat den wohl meinen Wunschzettel mitgenommen, hä?"
- "Den habe ich schon auf dem Weihnachtsmarkt gesehen."
- "Ich hab' ein Buch mit dem Weihnachtsmann, also gibt es den!"
- "Ja, es gibt doch auch den Osterhasen."

Die Contra-Seite (die Älteren) hatte einen schwierigen Stand, kam daher mit so trivialen Sätzen wie "Die Geschenke werden doch von Oma und Opa gebracht" (ein haltloses Argument, schließlich weiß man doch, dass auch diese Geschenke eigentlich vom Weihnachtsmann kommen, der sich nur bei der Lieferadresse geirrt hat). Ebenso hilflos wie wirkungslos erschien "Der Weihnachtsmann ist doch nur der Nikolaus", da diese Aussage eher zusätzliche Fragen aufwirft.

Argumentativ in die Enge getrieben, blieb den Fünfjährigen letztendlich nur noch ein Totschlagargument: "Ihr seid doch alle noch Babys!"

Die Frage konnte bis zum folgenden Frühstück nicht abschließend geklärt werden. Zwar konnte man sich darauf verständigen, dass es den Osterhasen wohl gibt - beim Weihnachtsmann aber blieb man uneins.

 
Ein Licht aufgegangen

(27. Juni 2013)

In friedvoller Geschlossenheit und mit ansteckender Euphorie stimmen die Ratsparteien im Oktober 2012 für den Goslarer Zukunftsvertrag, der auch die Nachtabschaltung unserer Straßenbeleuchtung enthält. Kaum bricht die Dunkelheit über uns herein, regt sich massiver Bürger-Protest, und schon betont die SPD mit Nachdruck, dass man eigentlich von Anfang an gegen die Nachtabschaltung gewesen sei. Später wedelt jene Partei werbewirksam mit einer Unterschriftenliste gegen die Dunkelheit in der Öffentlichkeit herum - und plötzlich geht auch der CDU ein Licht auf, dass die Abschaltung vielleicht gar keine sooo gute Idee war. Vielleicht hat der Spott aus den kleineren Nachbargemeinden, bei denen die in Goslar so unmöglichen Alternativen wie dimmbare Lampen oder das Abschalten nur jeder zweiten Leuchte längst Realität waren, auf Dauer etwas zu sehr weh getan und den Sinneswandel beschleunigt. Vielleicht reifte aber auch einfach die Erkenntnis, dass das Wort "ZUKUNFTSvertrag" und die an Kriegstage erinnernde Dunkelheit in den Gassen sich nicht so recht kombinieren lassen wollten.

Wie dem auch sei, nun wurde beschlossen, die Straßenbeleuchtung doch wieder einzuschalten. Demnächst. Schnellstmöglich. Muss ja erst noch ma' geprüft werden und so... Ich würde sehr gerne mal wissen, wie viel Geld (technische Umrüstung, Personal, Sitzungskosten etc.) dieses hinterwäldlerische Hin und Her am Ende gekostet haben wird.

Wenn man in einigen Monaten auf diese Posse zurückblicken wird (und dann selbst das aus Kostengründen eingemeindete, eigentlich an die Dunkelheit gewohnte Vienenburg unerwartet wieder im Lichterglanz erstrahlt), dann wird jede Partei für sich beanspruchen, dass man anders als die anderen Parteien eigentlich von Anfang an gegen die Abschaltung war.

Außer die NPD vielleicht, bei denen die Verdunkelung aber eher aus nostalgischen Gründen Fürsprecher findet.

So funktioniert Politik.

 
Spaßvögel

(18. Mai 2013)

Die Goslarer Ratsmitglieder sind schon lustige Vögel: nach einer Goslarer Vandalismus- und Brandnacht schlägt die Bürgerlisten-Fraktion tatsächlich eine Video-Überwachung vor. Man stelle sich vor:

- "Haben Sie den Vandalismus aufzeichnen können?"
- "Jawohl, haben wir."
- "Und erkennt man die Täter?"
- "Nein."
- "Warum nicht?"
- "Zu dunkel. Irgendwer hat die Straßenlaternen ausgeschaltet."

 
Der Letzte macht das Licht aus ...

(6. Mai 2013)

Der Letzte macht das Licht ausSeit fünf Nächten totale Finsternis in Goslar. Man dreht den Straßenlaternen den Strom ab, um eben jenen zu sparen. Die Volksseele kocht, hat man doch für den ZUKUNFTSvertrag einen Zustand herbeigeführt, der an die Verdunkelungspflicht im Zweiten Weltkrieg erinnert.

Die Sache mit der Nachtabschaltung ist aus meiner Sicht jedoch eine verkannte, taktische Meisterleistung der Stadtverwaltung. Denn die StVO, § 17, Absatz 4, besagt, dass Fahrzeuge innerhalb geschlossener Ortschaften durch Parkleuchten kenntlich zu machen sind; die eigene Beleuchtung ist nur dann entbehrlich, wenn "die Straßenbeleuchtung das Fahrzeug auf ausreichende Entfernung deutlich sichtbar macht." Und eben diese Beleuchtung wird in Goslar nachts jetzt vorsätzlich abgeschaltet. Demnach müssten alle Goslarer ihre Fahrzeuge mit Parklicht abstellen. Ansonsten droht ein Bußgeld: gem. aktuellem Bußgeldkatalogs sind, wenn ein haltendes Fahrzeug "nicht wie vorgeschrieben beleuchtet oder kenntlich gemacht" wurde, immerhin 20 Euro fällig.

Daraus ergibt sich eine großartiger Schachzug: folgen die Fahrzeughalter der StVO, so ensteht aus den zahlreichen eingeschalteten Parklichtern eine zwar schwächere, aber immerhin vorhandene Ersatzbeleuchtung, welche die Stadt keinen Cent kostet. Bleiben die Parklichter gesetzesbrechender Fahrzeughalter dagegen ausgeschaltet, kann jeder Halter nach aktueller Gesetzeslage Nacht für Nacht mit einer Geldbuße von 20 Euro abgerechnet werden, was ordentliche Summen in die leere Stadtkasse spült.

Aus dieser Sicht betrachtet: die Nachtabschaltung ist offensichtlich ein zukunftsweisender, integraler Bestandteil des Goslarer Zukunftsvertrages. Die Öffentlichkeit hat's nur noch nicht durchschaut.

 
Spielplatz hinter Gittern

(3. Januar 2013, auszugsweise veröffentlicht in der Goslarschen Zeitung)

Spielplatz hinter GitternFassen wir zusammen: die Stadt opfert auf Bitte eines Hoteliers einen Spielplatz für einen Parkplatz. Der Spielplatz wird in den Münzgarten verlegt, wohlwissend, dass dieser fünf Monate (!) im Jahr verschlossen ist. Die Öffnungszeiten obliegen der Gnade eines privaten Ehepaars, und überhaupt könnte es ja im März in der Buddelkiste noch gefährlich glatt werden. Zu allem Überdruss "war das schon immer so" - wahrlich eine beeindruckende Argumentationskette.

Da darf man sich zu Recht fragen, ob die Verwaltung noch alle Sinne beieinander hat. Erstens: welche anderen öffentlichen Plätze/Spielplätze werden aufgrund der Räum- und Streupflicht für fünf Monate durchgehend gesperrt? Zweitens: warum kommt niemand auf die Idee, dem Hotelier selbst - als kleine Gegenleistung für seinen Parkplatz - die Verantwortung zu übertragen, den Münzgarten witterungsabhängig zu verschließen? Diese Lösung liegt doch auf der Hand, kostet kein Geld. Ach, ich vergaß ... geht doch nicht, "war ja schon immer so" - da ist sie wieder, diese art-typische Barriere in manchen Köpfen unserer Stadtverwaltung, die Innovation stets im Keim zu ersticken versucht.

Nun hat Goslar also 12 Monate Parkplatz gegen 7 Monate Spielplatz getauscht. Familienfreundlichkeit geht vermutlich anders. Unser Oberbürgermeister Dr. Junk selbst hat in seinem Dialog-Forum auf der städtischen Website die "weiteren Überlegungen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität im Münzgarten" betont. Vieleicht wäre 'einfach mal aufschließen' eine gar nicht so falsche Überlegung.

 
Was sind schon 250.000 Euro Entschädigung ...

(25. Januar 2011, veröffentlicht in der Goslarschen Zeitung)

Ein politischer Rücktritt auf Druck der Öffentlichkeit tut zweifelsfrei beruflich wie privat weh; dass unser Oberbürgermeister Binnewies versucht, für sich das Beste aus dieser katastrophalen Phase seines Werdegangs zu holen und eine horrende Summe als Ablöse fordert, kann man daher irgendwie verstehen - so ist unsere Gesellschaft eben.

Jedoch steuert die Goslarsche Zeitung zufällig (?) eine bemerkenswerte Pointe zu dieser Tragikkomödie bei, wenn in der gleichen Ausgabe berichtet wird, dass die Stadt nicht in der Lage ist, 1200 Euro für die Stofftaschen einiger Babys aufzubringen. Da darf man sich zurecht fragen, ob unserem Protagonisten überhaupt noch klar ist, dass in seinem Parteibuch das Wort "Sozialdemokratisch" auftaucht. Oder er hat schlicht vergessen, wofür es eigentlich steht?

So oder so reiht sich diese Entschädigungsforderung nahtlos ein in die Fettnäpfchen-Parade, die Herr Binnewies in der politischen Goslar-Chronik hinterlassen wird - sicher auch weit, weit über den Abwahl-Tag hinaus. Es wird spannend, ob und oder wie schnell sich die SPD von diesem beschmutzten Etikett lösen können wird.

 
"Planspiele" fürs Odeon-Theater

(17. November 2010, veröffentlicht in der Goslarschen Zeitung)

Mit Planen kennt sich die Stadtverwaltung offenbar aus. Als im März 2009 die Stadtmauer im Park Ecke Nonnenweg/Clausthaler Straße einstürzte, kam auch erstmal 'ne Plane drüber. Zur Absicherung, während noch im gleichen Jahr ein Sanierungsvorschlag erarbeitet werden sollte. Getan hat sich bis heute natürlich nichts, die Plane liegt da immer noch. Dem Odeon prophezeie ich das gleiche Schicksal: ist die Plane erstmal eingezogen und droht keine Veranstaltung wegen Indoor-Regens mehr auszufallen, wird dieser Zustand so bleiben, während das Dach weiterhin vor sich hinmodert.

Die Aussage, die "Reparatur sei wegen des Regens von außen nicht möglich", setzt dem Ganzen noch die Krone auf, weil man außerhalb Goslars längst die erstaunliche Fähigkeit entwickelt hat, Dachreparaturen auch bei schlechtem Wetter zu bewerkstelligen. Irgendwie reiht sich ein solcher Satz nahtlos ein in die zahlreichen unausgegorenen, aber phantasievollen Statements, die der Verwaltung regelmäßig im Umgang mit dem Odeon einfallen.

Wahrlich ganz großes Theater.

 
Zur Namensgebung 'Stadt Oberharz am Brocken'

(27. Januar 2010, auszugsweise veröffentlicht in der Goslarschen Zeitung)

Der Etikettenschwindel ist durch, der Westharz steht bedeppert da. Wir können uns damit trösten, dass diese Namenswahl auf mangelndes Selbstbewusstsein zurückzuführen ist. Die neue Stadt hätte ja ebenso gut Elbingerode heißen können – 800 Jahre Tradition und nach wie vor Verwaltungssitz sprechen dafür. Aber wen kümmert das schon, wenn man mit irreführenden Namen viel besser Touristen in Reiseprospekten einfangen kann?

Zum 1. Januar wurde nördlich von Wernigerode still und leise die Gemeinde "Nordharz" aus der Taufe gehoben. Da gab' es keinen Aufschrei im Landkreis Goslar. Der Name "Nordharz" hat halt einfach weniger Vermarktungspotential. Beide Fälle belegen: Historie und Tradition ist uneffektiv, modernes Marketing ist alles, die geschichtlich geprägten und gewachsenen Orte prostituieren sich lieber für die Touristenschar, die hoffentlich gutes Geld dalässt. Bleibt nur noch abzuwarten, ob die neue Stadt "Oberharz am Brocken" demnächst ihr Namensrecht anwendet und andere Orte abmahnt, die mit den Zusatz "am Brocken" werben. In Zeiten klammer Kassen gar nicht so undenkbar.

Was bleibt dem Westen? Lernen vom Osten, und dann zum Gegenschlag übergehen. Auch wir könnten unsere Städte werbewirksam umbenennen. Beispielsweise "Goslar an der Brockenbahn". Sind zwar noch ein paar Kilometer Luftlinie, aber das kann man dem erwartungsfrohen Touristen ja auch noch beibringen, nachdem er sein Hotelzimmer bezogen hat.

 
Eine Stadt wrackt sich ab

(10. September 2009, auszugsweise veröffentlicht in der Goslarschen Zeitung)

Was sich in jüngster Zeit in Goslar abspielt, ist eine Posse, wie man sie nur in der tiefsten Provinz vorfinden kann. Und der Goslarer Bürger stellt sich mehr und mehr als hoffnungsloser Verlierer heraus. Erinnern wir uns kurz an die Neujahresansprache des Oberbürgermeisters zum Jahr 2009. Darin verkündete Binnewies, er sei sich sicher, "dass wir stark genug sind, auch zukünftig alle Hürden zu meistern".

Einige haben ihn beim Wort genommen, z.B. die Jungs vom GSC. Beeindruckend stark haben die sich den Aufstieg erkämpft und dabei geholfen, dass das verschlafene Goslar endlich mal wieder positive Nachrichten in die Welt tragen darf. Lohn der Stadt? Ein Strich durch die Rechnung, weil das Stadion nicht finanzierbar ist, was natürlich erst ein halbes Jahr verspätet auffällt. Aber liegt‘s tatsächlich am Geld? Nein, kann eigentlich nicht sein. Wenn ein Radiosender mit einem Eisblock überregional  - kostenfrei - Werbung für uns machen möchte, kann es sich die Stadt ja auch erlauben, dieses Geschenk abzulehnen. Weil es nicht zum historischen Marktplatz-Ambiente passt. Mal schauen, was im kommenden Frühjahr passiert, wenn die Stadt konsequenter Weise auch die völlig Mittelalter-untypische Veranstaltung "Goslarer Silber" absagen wird. Muss sie dann ja, wenn sie hinsichtlich der Eisblock-Geschichte ihr Gesicht nicht verlieren möchte. Wobei das Gesicht schon ein wenig angekratzt wurde, als das Haus in der Sommerwohlenstraße quasi über Nacht abgerissen wurde. Auf Anweisung der Stadt, natürlich. Das Fernhalten (insbesondere für den Bürger) abwechslungsreicher Veranstaltungen auf dem Markt hat halt eine höhere Priorität als der Denkmalschutz.

Getoppt werden kann das nur vom grandiosen Odeon-Theater (man beachte die wunderschöne wörtliche Doppeldeutigkeit). Hier wird versucht, die Last der Veranstaltungen UND Gebäude gleichermaßen zu entsorgen. Und wieder findet man eine verdeckte Ankündigung dazu in der OB-Neujahresrede, wo vom "Abbau von Leerständen" die Rede ist.

Das Odeon ist irgendwie ein Sinnbild dessen, was derzeit in Goslar passiert. Die Immobilie wird so lange runtergewirtschaftet, bis man sie abreißen darf und sich damit aller Sorgen entledigt. Keine Regionalliga für den GSC, kein Eisblock-Spektakel als willkommene Abwechslung, düstere Aussichten für die theaterbegeisterten Bürger - Goslar macht sich für die eigenen Einwohner seit Jahren unattraktiver, wrackt  sich selber ab. Und in den zahlreichen nicht nachvollziehbaren Entscheidungen des Rates scheint dies die einzige auffindbare, durchgängige Konsequenz zu sein.

Nochmal zurück zur Neujahresrede des OB: "Unser gemeinsames Ziel sollte es daher sein, Goslar als attraktiven Wohnort weiter zu stärken" hieß es da. Herr Oberbürgermeister, stehen Sie zu Ihrem Wort?

 
Abriss mit zweierlei Maß

(10. Dezember 2008, auszugsweise veröffentlicht in der Goslarschen Zeitung)

Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass unser Stadtoberhaubt einen Abriss der Oker-Pavillons über ungeklärte Eigentumsverhältnisse hinweg durchzusetzten versucht (Zitat: "wenn die eine Hälfte weg ist, könne die andere dort nicht stehen bleiben"), zeitgleich aber die Stadtverwaltung den bereits begonnenen Abriss des BW-Lokschuppens stoppt, u.a. wegen "ungeklärter Eigentumsverhältnisse" (Zitat Roßdeutscher).

Kleiner Tipp an das Göttinger Unternehmen: von dem Schuppen steht mittlerweile auch nur noch eine Hälfte; den brachialen Worten des OB zur Folge ist ist doch ein Freibrief für den weiteren Abriss. Aber wenn selbst die Stadtverwaltung solche Formulierungen gelegentlich "unzutreffend werten" kann, sollte der Normalbürger wohl gar nicht erst deren Bedeutung zu analysieren versuchen und ggf. letztendlich an seiner eigenen Auffassungsgabe zweifeln.

Überdies ist es bemerkenswert, dass die Stadt bei der Ansiedlung eines Wirtschaftsbetriebes jenes Unternehmen davon abhält, die Steine, die ihm im Weg liegen, selber wegzuräumen. Andere Kommunen würden sich nach einem Betrieb, der ein schadstoffbelastetes Grundstück reaktivieren möchte, die Finger lecken und den Boden nötigenfalls selbst mit eigenen Händen abtragen; Wirtschaftsförderung könne man das umschreiben. Wundern braucht man sich über die Goslarer Vorgänge jedoch nicht, verständlicherweise erfordert der Abriss einiger Pavillions derzeit die volle Aufmerksamkeit sämtlicher Verwaltungsebenen.

 
Auf den Hund gekommen

(1. Juli 2008, auszugsweise veröffentlicht in der Goslarschen Zeitung)

Eindämmung der Hundehaltung als ordnungspolitischer Nebenaspekt? Ja wunderbar, bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 15 Jahren wird diese Maßnahme einschlagen wie eine Bombe. Hundebesitzer können ihren Liebling am besten am nächsten Baum aufknüpfen, um diesem Stadtwillen nachzukommen. Oder vielleicht doch lieber ins Tierheim bringen? Ach nee, geht ja nicht, das Heim wird ja derzeit von der Gose weggespült und auch dabei von der Stadt allein gelassen.

Hundehalter, die sich den Luxus „Tier" aus Mitgefühl und Tierliebe gönnen, finanziell bluten zu lassen, um die städtischen Finanzen zu korrigieren und dann auch noch ungeniert zuzugeben, dass diese Steuererhöhung in keiner Weise eine Gegenleistung erfüllt, ist dreist und beschämend. Gerechtere, innovative Alternativen z.B. durch eine geringe Steuer für ehemalige Heimtiere und gleichzeitig höhere Steuer für teure Rassehunde wurden nicht hinterfragt. So bleibt es - mal wieder - nur bei der Schröpfung der ohnehin gebeutelten Bürger, ohne den Aspekt sozialer Gerechtigkeit, weil es Oma mit ihrem Schoßhund genauso trifft wie den reichen Rassehund-Eigentümer. Eine kleine Wiedergutmachung wäre tatsächlich die Instandsetzung der Tierheim-Fundamente - damit die gewünschte Eindämmung der Hundehaltung zumindest in dieser Form in kontrollierten Bahnen verläuft.

 
Zur Absage des Walpurgismarktes in Goslar

(27. Februar 2008, auszugsweise veröffentlicht in der Goslarschen Zeitung)

Das Internet-Nachschlagewerk Wikipedia listet für Goslar derzeit immerhin 13 regelmäßige Veranstaltungen - inkl. Hansetage und Walpurgismarkt, die nun wegfallen. Das ist schon ein wenig so, als würden wir einfach eine unserer historischen Sehenswürdigkeiten abreißen - hah, es gibt ja noch genug andere.

Undenkbar? Vielleicht, aber wo liegt der Unterschied? Für den Touristen von außerhalb mag es verzeihbar sein, (mal wieder) eine Veranstaltung zu streichen. Aber die Goslarer Bürger leben mehr und mehr in einer langweiligen Stadt, die sich lieber mit den stummen Zeugen der Vergangenheit schmückt als mit der lebensfrohen Gegenwart.

Bemerkenswert ist, dass diese Walpurgis-Diskussion ausgerechnet wenige Tage nach der so umjubelten Abschiedsfete in der Kaiserpassage auftritt. Dabei bewies doch jener Abend eindrucksvoll, dass gerade solche besonderen Anlässe die Massen in die Stadt lockt. Und genau jene Partys - die bürgernahen Erlebnisse - werden nun gestrichen.

In der formulierten Überschrift der GZ ist die Frage nach Party pur oder nur Kultur gestellt. Dabei müsste es eigentlich heißen: Party, Kultur oder Kommerz? Denn was am Ende übrig bleibt, sind die Verkaufsveranstaltungen. Lange-Shopping-Nacht, Autopräsentation auf dem Marktplatz, verkaufsoffene Sonntage, um zum Welterbetag in die Stadt zu locken. Und dieser Trend ist viel trostloser als Party und/oder Kultur.

Nur kann man dies gerade der GMG nicht verübeln. Die Marketing-Gesellschaft tut erfolgreich, was sie am besten kann: vermarkten. Das lässt sich beim vorhandenen Welterbe leicht umsetzen, schließlich sind Kaiserpfalz und Kirchen ja schon da und müssen nicht vom viel zu knappen Budget erst noch erschaffen werden. Bei Veranstaltungen dagegen sieht es ganz anders aus - hier ist viel Geld notwendig, um was nachhaltig Beeindruckendes auf die Beine zu stellen. Aber woher soll das Geld kommen, wenn seitens der Stadt die Mittel immer mehr gekürzt werden? Es ist löblich, dass der Handel hier in die Bresche spring, aber dann darf man sich nicht beschweren, wenn sich am Ende alles nur noch ums Shoppen dreht und alle Party- und Kulturveranstaltungen verloren gehen. Dass es bei diesem aktuellen Streitthema außerdem nicht nur das Geld eine Rolle spielt, sondern auch bei der Organisation Stadt und GMG völlig gegeineinander arbeiten, ist erschreckend. Das Veranstaltungsmanagement gehört in die Hände der GMG, und die Stadt sollte ihr Möglichstes tun, deren Arbeit unbürokratisch zu unterstützen, statt eigenständig Terminkollisionen zu provozieren oder öffentlichte Plätze zu verweigern.

Unterm Strich ist diese Entwicklung absolut schädlich für eine so tradionsreiche Stadt wie Goslar. Auch wenn zuletzt um die Qualität der Walpurgis-Party stets gestritten wurde, war sie doch zumindest immer da; Walpurgis gehört nun mal einfach in eine Harzer Stadt. Nun reiht sich dieses Highlight ein in einst so erfolgreiche, aber trotzdem beerdigte Veranstaltungen wie die "Phantastische Pfalz" oder den gelungenen "Moonwalk".

Es ist traurig, dass dies den Stadtoberen völlig egal zu sein scheint. Jedenfalls darf dann seitens der Stadt eigentlich niemand mehr jammern, der Ostharz würde uns so langsam abhängen. Zumindest in dieser Angelegenheit sind wir es selber, die sich aufs Abstellgleis rollen lassen.

 
Verfehlte Kulturpolitik: 45.000 Euro Zuschuss für 'Rosenstolz'

(8. März 2007, auszugsweise veröffentlicht in der Goslarschen Zeitung)

Wunderbar, dass genau diese beiden Berichte in einer Ausgabe der GZ Platz gefunden haben: da wird auf der einen Seite stolz berichtet, dass die Finanzierung für das Konzert der gehypten Modeband Rosenstolz steht, weil die Stadt Kosten in Höhe von 45.000 Euro übernimmt. Und eine Seite zuvor darf man lesen, dass die lokalen Bands für ihre Proberäume 240 Prozent der bisherigen Miete aufbringen sollen. Wohlgemerkt: junge Menschen, die mit ihrer Freizeit äußert kreativ umgehen, mit Hoffnungen und Visionen an eigenen künstlerischen Leistungen feilen, statt wie manch anderer Blumenkästen in die Abzucht zu schmeißen.

Sicherlich, kostendeckend sind die 120 Euro immer noch nicht. Aber scheinbar ist ja einfacher (kostendeckender?), das (ausgeliehene) Tafelsilber zu polieren und einer finanziell erfolgreichen Band 45.000 Euro hinterher zu tragen. Wen kümmern da die 70 Euro, die das traurige Aus mancher hoffnungsvollen Band unserer Stadt bedeuten kann. Und dass andere ehrenamtliche Vereine für kulturelle Veranstaltungen beispielsweise in der Kaiserpfalz nicht nur eine ganze Latte von horrenden Gebühren, sondern auch noch einen (hoch) geschätzten Einnahmeausfall an die Stadt berappen müssen, sei hier nur mal am Rande erwähnt. Ich halte das für eine völlig verfehlte Kulturpolitik.

 
Der Peter und das Du

Der Peter und das DuAm Anfang - genau genommen 1970 - war das "Du". Schon mit der ersten Single offenbarte sich das ganz besondere Verhältnis zwischen Peter Maffay und der Zweiten Person Singular. Wie schön hätte es werden können, wenn mit diesem "Du" bereits alles gesagt gewesen wäre - manches musikalische Fiasko wäre uns erspart geblieben. Aber der kleine Peter - völlig entfesselt und vom Wissensdurst getrieben - forschte weiter ...

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(Üb-)Erlebnisse mit der Deutschen Bahn

Abenteuer Deutsche BahnEine Verkettung ungünstiger Umstände oder schlichtweg unfähig? Es ist also durchaus mal möglich, dass äußere Einflüsse den Bahnverkehr minimal negativ beeinflussen. Und manchmal kann die Bahn sogar echt nichts dafür. Tragisch wird es jedoch, wenn gleich mehrere Dinge auf einmal geschehen und die arme Bahn irgendwie in jenes Licht rücken, das sie ein wenig - na, sagen wir mal vorsichtig - überfordert scheinen lässt.

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14° 13' 30" O, 52° 4' 28" N - oder: Wo zum Teufel liegt eigentlich Niewisch?

Ort NiewischHinter diesen Koordinaten versteckt sich - irgendwo auf halber Strecke zwischen den beschaulichen Dörfern Ranzig und Shadow - der Ort Niewisch in der Niederlausitz, direkt am Rande des schönen Schwielochsees gelegen - ein Tatsachenbericht mit Dorfstraße, Schutzhütte, einer tierischen Begenung und kriechendem Sellerie.

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